Geschichte der Music-Hall

Am Anfang der 80er Jahre starteten die damaligen Inhaber Siegfried Lauth, Uwe Vollmershausen und Peter Mahnke, das Projekt „Music-Hall“. Bauplatz war in der Voltastraße 74-80 in Frankfurt/Bockenheim. Baubeginn war 1983.

Anfänglich als reiner Konzert- und Live Club konzipiert, wurde während der Bauphase aus Freude an dem Objekt umgeplant und auch der Diskotheken-Betrieb entworfen. So wurde die Firma Fostex ACR Swiss-Zürich / ACR Frankfurt beauftragt, das legendäre Licht- & Soundsystem einzubauen. Die eingemauerten Bässe unter der Bühne und die Laseranlage waren absolute „Highlights“. Nach fast zweijähriger Bauzeit und Baukosten in Höhe von ca. 2,8 Mio. D-Mark, öffnete am 21.03.1985 die Frankfurt Music-Hall.

Das erste Konzert in der Music-Hall war von Katrina & The Waves, die damals den Riesenhit „Walking on Sunshine“ hatte. Viele Pop/Rock Weltstars spielten dort ihre ersten Deutschland Konzerte: Simply Red, INXS, Neil Young, Falco, Dave Stewart, Roxette, M-People, Die Ärzte, Alexander 0`Neal, A-ha, Nina Hagen, Herwig Mitteregger usw.

Wegweisende Künstler & Bands der elektronischen Musik hatten hier ersten Auftritte: Propaganda, Anne Clark, DAF, Nitzer Ebb, Moskwa TV, Camouflage…

Ganz nebenbei war die Music-Hall zu dieser Zeit Europas größte Diskothek.

Der erste DJ der Music-Hall war Michael Münzing, der Jahre später mit SNAP! Welterfolge feierte. Gefolgt von DJ DAG, der aus der Deutschen Club Szene nicht wegzudenken ist. Ende 1985 übernahm Ralf Holl die musikalische Leitung der Music-Hall, in der er bis 1991 als Resident-DJ die musikalische Richtung prägte.

So vielfältig wie das Publikum – der „Punker“ stand neben dem „Banker“ – so vielfältig war auch die Musik. Pop/Rock/Wave/Dance/Electro Songs der damaligen Zeit wurden dort schon gespielt, bevor sie in anderen Clubs zu hören waren oder noch später in den Charts zu Hits wurden (Formel Eins).

Ebenso wurde in der Music-Hall der „Sound of Frankfurt“ geboren. Aggrepo, EBM, Newbeat und Acid-House fanden auch dort ihre Anfänge. Diese einzigartige Mischung begeisterte die Massen.

Erinnern möchten wir auch an Mark Spoon, der sich als jugendlicher, ebenso wie ein damals unbekannter Rapper Namens Moses Pelham, sein Taschengeld in der Music-Hall verdiente.

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Mit DJ Taucher wurde ca. Anfang 1992 eine neue Richtung eingeschlagen: Von nun an regierte Techno & Trance in der Music-Hall. Raves über mehrere Tage waren keine Seltenheit mehr, viele legendäre Partys (unter anderem in Kooperation mit dem OMEN) wurden gefeiert. Auch wurde in dieser Zeit die Soundanlage von der Firma MH Licht & Ton Mannheim überarbeitet und teilweise neu ausgestattet.

Ende 1993 beanspruchte die Stadt Frankfurt das gepachtete Grundstück zurück und besiegelte somit das Ende der Music-Hall. Am 25. 06.1994 war die Schließung. Der Rest ist Geschichte…

Knapp 16 Jahre später… am 20.03.2010 wurde in der Union Halle Frankfurt eine Revival Party gefeiert.

Geplant und durchgeführt von Bernhard Kunz, unterstützt von Ralf Holl und Steve Mach. Viele alte Stammgäste, ehemalige Mitarbeiter und der ehemalige Geschäftsführer waren mit an Bord. Über 1.100 Besucher kamen zum ersten Revival in die Union Halle.

Durch die enorme Resonanz und vielen Bitten wurde das ganze ein Jahr später am 05.02.2011 im MTW-Club mit der Unterstützung von DJ DAG wiederholt. Danke dem Inhaber des MTW, Klaus Unkelbach.

Nach der zweiten Revival Party wurde beschlossen, daraus ein jährliches Event zu machen. Die dritte Music-Hall Party war am 16. März 2012 im Cocoon Club Frankfurt.

Durch das überzeugende Konzept und die große Fan-Gemeinschaft der Music-Hall Party fand sich die Commerzbank-Arena Frankfurt am Main als neue Party-Location. Am 23.03.2013 und am 22.03.2014 startete dort die vierte und fünfte Music-Hall Party… Vielen Dank den Mitarbeitern der Frankfurt Stadion Management GmbH, die diese beiden unvergesslichen Partys ermöglicht haben!

Mit besonderem Dank an:
Siegfried Lauth, Uwe Vollmershausen, Pete Mahnke – R.I.P.

Wir grüßen die Freunde und Mitarbeiter der 80er Music-Hall: Birgit Wolf, Wilfried Mahnke, Iris Hightower, Hillu Schäfer, Peter Suhr, Silverio Spezzano, Peter Wolf, Angelika Himmighofen, Bernd Koch-Schilkowski, Michaela Koch, Kosta, Karl Große und alle, derren Namen uns nach schlappen 30 Jahren nicht mehr einfallen, die aber dazugehören – wir BITTEN um Vergebung!!

Tanja Rohé für ihre Unterstützung der Revival Partys 2010, 2011, 2012, 2013, 2014…

Weiterhin: Michael Hanf, Andreas T., Bernd Lühr, Stefan Kirsch, Marcus & Robbi, Roland Schmidt, Thomas Schardt, DOC (es kann nur einen geben), Joachim Luczak, Frank Schneider, Michael Hanf, Dr. Uwe Drumm, George Aderjahn, Holger Slavik, Sigi Weber, Thilo Kyritz und viele viele andere…